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KI & Automatisierung

Kassensystem-Vergleich 2026 — Orderbird, Lightspeed & Co. im Test.

Fünf POS-Anbieter, ehrlich getestet im Tagesgeschäft. Pricing, TSE, KassenSichV, mobile Bestellung, Reporting — und welcher in der Rushhour wirklich liefert. Empfehlung pro Betriebsgröße und Konzept.

Schnellvergleich

Fünf Systeme — auf einen Blick.

Alle Preise gelten für Einzelbetriebe mit Standard-Funktionsumfang. Konditionen variieren je nach Betriebsgröße und Laufzeit. Was zählt, ist nicht der Werbeslogan — sondern was am Sonntag um 13 Uhr funktioniert.

Anbieter Preis / Monat Laufzeit TSE / RKSV Bewertung Zum Anbieter
Orderbird ★ Testsieger ab 59 € 12 Monate ✓ TSE inkl. 9.2 / 10 Ansehen →
Lightspeed ab 69 € 12 Monate ✓ TSE inkl. 8.8 / 10 Ansehen →
Gastronovi ab 89 € 12 Monate ✓ TSE inkl. 8.4 / 10 Ansehen →
Tillhub ab 79 € 12 Monate ✓ TSE optional 8.1 / 10 Ansehen →
SumUp POS ab 0 € + Tx. monatlich ✓ TSE optional 7.9 / 10 Ansehen →
Testsieger
2026
Kassensystem

Orderbird — für Gastronomen gebaut, nicht für Showrooms.

iPad-POS, TSE inkl., deutscher Support — wer ein System braucht, das die Brigade in der Rushhour aushält und nicht beim Kassenabschluss zickt, fängt hier an.

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Detailanalyse

Jedes System — im echten Tagesgeschäft.

Alle fünf Systeme über mehrere Wochen getestet, von der Mise en place bis zum Abendservice. Keine Demo-Sessions. Keine Showroom-Mitarbeiter. Mittagsservice mit voller Brigade.

★ Testsieger 2026
9.2/ 10

Orderbird wurde von Grund auf für die Gastronomie entwickelt — und das zeigt sich im Tagesgeschäft: intuitive Tischverwaltung, direktes Wareneinsatz-Tracking und ein Bondrucksystem, das auch bei einer vollen Brigade in der Rushhour zuverlässig läuft. Die iPad-App ist so ausgelegt, dass sie kein langes Onboarding erfordert — neues Personal ist innerhalb einer Schicht eingelernt.

Vorteile
  • Speziell für Gastronomie entwickelt — Tischplan, Splitbill, Modifier alles nativ
  • TSE-zertifiziert inklusive — keine Zusatzkosten, keine Eigenbasteleien
  • Exzellenter deutscher Support — erreichbar auch während des Abendservices
Nachteile
  • Ausschließlich iPad — kein Android-Support
  • Multi-Location-Funktionen erst ab höherem Paket
8.8/ 10

Lightspeed — ehemals Gastrofix — ist die Enterprise-Lösung für Betriebe mit mehreren Standorten oder komplexen F&B-Strukturen. Die Reporting-Tiefe ist im Marktvergleich unübertroffen: RevPAR-Tracking, automatisierter Wareneinsatz-Abgleich, detaillierte Auslastungsberichte nach Schicht. Für Einzelgastronomen ist der Funktionsumfang oft mehr als nötig.

Vorteile
  • Multi-Location-Management nativ — ideal für Ketten und Gruppen
  • Tiefes Reporting & Analytics — Wareneinsatz, Auslastung, F&B-KPIs
  • Starke API — Anbindung an ERP, PMS und Lieferando möglich
Nachteile
  • Höhere Einstiegshürde — Onboarding dauert länger als bei Wettbewerbern
  • Preis steigt schnell bei zusätzlichen Modulen
8.4/ 10

Gastronovi ist das stärkste All-in-One-System im Vergleich: eigenes Reservierungssystem, Online-Bestellung, Kassensystem und Warenwirtschaft unter einem Dach. Wer mehrere Systeme konsolidieren und den Administrationsaufwand im Tagesgeschäft senken will, findet hier die beste Gesamtlösung — gerade für Betriebe mit aktiver Stammgäste-Pflege.

Vorteile
  • Eigenes Reservierungssystem inklusive — kein separates Tool nötig
  • Warenwirtschaft & Wareneinsatz direkt integriert
  • Online-Bestellung & Lieferung out-of-the-box
Nachteile
  • Teuerster Einstieg im Vergleich — lohnt erst ab mittlerer Betriebsgröße
  • Komplexität kann für kleine Betriebe überwältigend sein
8.1/ 10

Tillhub punktet als einziger Anbieter im Vergleich mit echter iPad- und Android-Kompatibilität — ideal für Betriebe, die bereits Android-Hardware im Einsatz haben oder flexibel bleiben wollen. Der Deutschland-Fokus zeigt sich in einer durchgängig deutschen Oberfläche ohne Übersetzungslücken. Solide Wahl für Gastropubs, Cafés und Bistros.

Vorteile
  • iPad & Android — volle Hardware-Flexibilität
  • RKSV-konform für Österreich — starke Deutschland-Abdeckung
  • Übersichtliche Schichtberichte und Kassenabschluss-Workflows
Nachteile
  • TSE nur optional — muss separat konfiguriert werden
  • Reservierungsmodul fehlt nativ
7.9/ 10

SumUp POS ist der günstigste Einstieg im Vergleich und ideal für Imbisse, Food Trucks, Marktstände oder kleine Cafés, die keine komplexe Tischverwaltung brauchen. Das transaktionsbasierte Modell ohne Fixkosten passt gut zu saisonalen Betrieben mit schwankender Auslastung. Für strukturierten Mise-en-place-Betrieb oder eine Brigade mit mehreren Servicestationen stoßt ihr schnell an Grenzen.

Vorteile
  • Kein Fixpreis möglich — Einstieg ab 0 € Grundgebühr
  • Monatlich kündbar — maximale Flexibilität
  • Sehr einfache Bedienung — innerhalb von Minuten einsatzbereit
Nachteile
  • Transaktionsgebühren können bei hohem Umsatz teurer werden als Fixmodelle
  • Begrenzte Gastro-Features — keine native Tischverwaltung
Häufige Fragen

FAQ — was Anbieter dir nicht erklären.

Die Fragen, die im Verkaufsgespräch gerne untergehen — aber später teuer werden können.

Die Kosten variieren stark je nach Anbieter und Funktionsumfang. Einfache Systeme wie SumUp POS starten ohne Fixkosten und berechnen nur eine Transaktionsgebühr (ca. 1,69 % pro Zahlung). Vollwertige Gastro-Kassensysteme wie Orderbird, Lightspeed oder Gastronovi kosten zwischen 59 und 89 € pro Monat und Kasse — zuzüglich eventueller Hardware-Kosten (iPad, Drucker, Kassenschublade). Dazu kommt bei einigen Anbietern die TSE-Hardware, die einmalig zwischen 100 und 250 € kostet. Für einen mittelgroßen Gastrobetrieb mit zwei Kassen und TSE ist ein Jahresbudget von 1.500 bis 2.500 € realistisch.
In Deutschland gilt seit 2020 die Kassensicherungsverordnung (KassenSichV): Alle elektronischen Kassensysteme müssen mit einer zertifizierten technischen Sicherheitseinrichtung (TSE) ausgestattet sein. Die TSE protokolliert jeden Kassenvorgang manipulationssicher. Die Finanzämter können per DSFinV-K-Export auf alle Daten zugreifen. In Österreich gilt die Registrierkassenpflicht mit RKSV (Registrierkassensicherheitsverordnung) — ähnliches Prinzip, eigene Zertifizierungsanforderungen. Alle führenden Anbieter in diesem Vergleich sind konform. Wichtig: Überprüft beim Kauf explizit, ob die TSE im Tarif enthalten ist oder extra kostet.
Ja — die meisten modernen Gastro-Kassensysteme bieten eine direkte Lieferando-Schnittstelle oder unterstützen Drittanbieter-Integrationen. Lightspeed und Gastronovi haben die stärksten nativen Delivery-Integrationen. Bei Orderbird ist die Lieferando-Anbindung über Drittanbieter wie Deliverect oder Ordermark möglich. SumUp POS hat hier die wenigsten Optionen. Fragt beim Anbieter explizit nach der aktuellen Integration — Lieferando ändert regelmäßig seine API-Anforderungen, was manche Verbindungen zeitweise unterbricht.
Cloud-Kassen (alle Anbieter in diesem Vergleich) speichern Daten in Echtzeit auf externen Servern. Das ermöglicht Echtzeit-Reporting, Fernzugriff und automatische Backups — aber ihr seid auf eine funktionierende Internetverbindung angewiesen. Gute Cloud-Systeme haben einen Offline-Modus, der lokal weiterläuft und beim nächsten Verbindungsaufbau synchronisiert. Reine Offline-Kassen (klassische Registrierkassen) funktionieren ohne Internet, bieten aber kein zentrales Reporting, keine Fernwartung und kein automatisches Backup. Für den modernen Gastrobetrieb empfehlen wir Cloud-Systeme mit solidem Offline-Fallback — fragt Anbieter explizit nach der Offline-Fähigkeit.
Die meisten Gastro-Kassensysteme bieten 12-Monats-Verträge als Standard an — mit Rabatt gegenüber monatlicher Abrechnung. Lightspeed und Gastronovi bieten auch 24-Monats-Verträge mit weiteren Preisvorteilen. SumUp POS ist der einzige Anbieter im Vergleich, der echte monatliche Kündbarkeit ohne Fixlaufzeit ermöglicht. Achtet auf die Kündigungsfristen: Oft muss 3 Monate vor Vertragsende gekündigt werden, sonst verlängert sich der Vertrag automatisch. Beim Wechsel des Systems solltet ihr auch die Datenportabilität prüfen — DSFinV-K-Exporte müssen für 10 Jahre aufbewahrt werden.
Testsieger
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