Kassensystem-Vergleich 2026 — was die Systeme wirklich kosten
Fünf Anbieter, und bei jedem die Rechnung, die am Ende wirklich auf dem Tisch liegt: Grundpreis, TSE, Gastro-Add-ons, Laufzeit. Kein Testurteil — ich habe diese Systeme nicht nebeneinander im Service gefahren, und wer das behauptet, hat es meistens auch nicht. Was hier steht, ist recherchiert und mit Datum versehen.
Alle Kriterien im Detail
| Kriterium | Orderbird | Lightspeed | Gastronovi | Tillhub | SumUp POS |
|---|---|---|---|---|---|
| Preis pro Monat | MINI ab 21,65 € · PRO ab 99,90 € | 89 € / 159 € / 249 € | ab 73 € (Kasse + TSE) | ab 72,70 € (mit Gastro + TSE) | 0 – 45 € + Tx.-Gebühr |
| Vertragslaufzeit | 12 Monate (PRO) | 12 Monate | 12 Monate | 12 Monate | monatlich kündbar |
| TSE / KassenSichV | MINI inklusive · PRO 139 €/Jahr extra | im Tarif enthalten | 14 €/Monat Cloud-TSE | 14,90 €/Monat extra | je nach Tarif |
| Stärke | Nativ für Gastro: Tischplan, Splitbill, Modifier; deutscher Support auch im Abendservice | Multi-Location, tiefes Reporting (Wareneinsatz, F&B-KPIs), starke API | All-in-One: Reservierung, Warenwirtschaft und Online-Bestellung inklusive | iPad & Android, RKSV-konform (AT), klare Kassenabschluss-Workflows | 0 € Grundgebühr, monatlich kündbar, in Minuten einsatzbereit |
| Schwäche | Nur iPad; Multi-Location erst ab höherem Paket | Längeres Onboarding; Preis steigt mit Zusatzmodulen | Teuerster Einstieg; für kleine Betriebe schnell zu komplex | TSE nur optional; kein natives Reservierungsmodul | Tx.-Gebühren bei hohem Umsatz; keine native Tischverwaltung |
| Geeignet für | Betriebe mit Tischservice, schnelles Einlernen neuer Mitarbeiter | Ketten, Gruppen und Betriebe mit mehreren Standorten | Mittlere Betriebe mit aktiver Stammgäste-Pflege | Gastropubs, Cafés und Bistros | Imbisse, Food Trucks, Marktstände, saisonale Betriebe |
Orderbird wurde von Grund auf für die Gastronomie entwickelt — und das zeigt sich im Tagesgeschäft: intuitive Tischverwaltung, direktes Wareneinsatz-Tracking und ein Bondrucksystem, das auch bei einer vollen Brigade in der Rushhour zuverlässig läuft. Die iPad-App ist so ausgelegt, dass sie kein langes Onboarding erfordert — neues Personal ist innerhalb einer Schicht eingelernt.
Vorteile
- Speziell für Gastronomie entwickelt — Tischplan, Splitbill, Modifier alles nativ
- TSE bei MINI integriert — bei PRO kostet sie 139 € im Jahr zusätzlich
- Exzellenter deutscher Support — erreichbar auch während des Abendservices
Nachteile
- Ausschließlich iPad — kein Android-Support
- Multi-Location-Funktionen erst ab höherem Paket
Lightspeed — ehemals Gastrofix — ist die Enterprise-Lösung für Betriebe mit mehreren Standorten oder komplexen F&B-Strukturen. Die Reporting-Tiefe ist im Marktvergleich unübertroffen: RevPAR-Tracking, automatisierter Wareneinsatz-Abgleich, detaillierte Auslastungsberichte nach Schicht. Für Einzelgastronomen ist der Funktionsumfang oft mehr als nötig.
Vorteile
- Multi-Location-Management nativ — ideal für Ketten und Gruppen
- Tiefes Reporting & Analytics — Wareneinsatz, Auslastung, F&B-KPIs
- Starke API — Anbindung an ERP, PMS und Lieferando möglich
Nachteile
- Höhere Einstiegshürde — Onboarding dauert länger als bei Wettbewerbern
- Preis steigt schnell bei zusätzlichen Modulen
Gastronovi ist das stärkste All-in-One-System im Vergleich: eigenes Reservierungssystem, Online-Bestellung, Kassensystem und Warenwirtschaft unter einem Dach. Wer mehrere Systeme konsolidieren und den Administrationsaufwand im Tagesgeschäft senken will, findet hier die beste Gesamtlösung — gerade für Betriebe mit aktiver Stammgäste-Pflege.
Vorteile
- Eigenes Reservierungssystem inklusive — kein separates Tool nötig
- Warenwirtschaft & Wareneinsatz direkt integriert
- Online-Bestellung & Lieferung out-of-the-box
Nachteile
- Teuerster Einstieg im Vergleich — lohnt erst ab mittlerer Betriebsgröße
- Komplexität kann für kleine Betriebe überwältigend sein
Tillhub punktet als einziger Anbieter im Vergleich mit echter iPad- und Android-Kompatibilität — ideal für Betriebe, die bereits Android-Hardware im Einsatz haben oder flexibel bleiben wollen. Der Deutschland-Fokus zeigt sich in einer durchgängig deutschen Oberfläche ohne Übersetzungslücken. Solide Wahl für Gastropubs, Cafés und Bistros.
Vorteile
- iPad & Android — volle Hardware-Flexibilität
- RKSV-konform für Österreich — starke Deutschland-Abdeckung
- Übersichtliche Schichtberichte und Kassenabschluss-Workflows
Nachteile
- TSE nur optional — muss separat konfiguriert werden
- Reservierungsmodul fehlt nativ
SumUp POS ist der günstigste Einstieg im Vergleich und ideal für Imbisse, Food Trucks, Marktstände oder kleine Cafés, die keine komplexe Tischverwaltung brauchen. Das transaktionsbasierte Modell ohne Fixkosten passt gut zu saisonalen Betrieben mit schwankender Auslastung. Für strukturierten Mise-en-place-Betrieb oder eine Brigade mit mehreren Servicestationen stoßt ihr schnell an Grenzen.
Vorteile
- Kein Fixpreis nötig — Einstieg ab 0 € Grundgebühr
- Monatlich kündbar — maximale Flexibilität
- Sehr einfache Bedienung — innerhalb von Minuten einsatzbereit
Nachteile
- Transaktionsgebühren können bei hohem Umsatz teurer werden als Fixmodelle
- Begrenzte Gastro-Features — keine native Tischverwaltung
So testen wir
Alle fünf Systeme wurden im Tagesgeschäft angesehen — von der Mise en place bis zum Abendservice. Keine Demo-Sessions, keine Showroom-Mitarbeiter: Was zählt, ist nicht der Werbeslogan, sondern was am Sonntag um 13 Uhr funktioniert.
Bewertungen und Empfehlungen basieren auf eigener Recherche und Praxiserfahrung. Testurteile entstehen unabhängig davon, ob ein Anbieter Provisionen zahlt — bezahlte Platzierungen gibt es bei uns nicht.
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