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Eröffnungs-Checkliste

Kassensystem-Vergleich 2026 — was die Systeme wirklich kosten

Fünf Anbieter, und bei jedem die Rechnung, die am Ende wirklich auf dem Tisch liegt: Grundpreis, TSE, Gastro-Add-ons, Laufzeit. Kein Testurteil — ich habe diese Systeme nicht nebeneinander im Service gefahren, und wer das behauptet, hat es meistens auch nicht. Was hier steht, ist recherchiert und mit Datum versehen.

Recherchestand: 16.08.2026 Recherchiert, nicht getestet Keine bezahlten Platzierungen
Günstigster Einstieg
orderbird
Von Grund auf für die Gastronomie gebaut — Tischplan, Splitbill und Bondruck. Wichtig: MINI und PRO sind zwei verschiedene Welten, auch beim Preis.
MINIab 21,65 € PRO Paket Sab 99,90 € TSEMINI inkl. · PRO 139 €/Jahr
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Lightspeed
Für Betriebe mit mehreren Standorten und echtem Reporting-Bedarf. Der Listenpreis ist nur die halbe Rechnung — viele Gastro-Module kosten extra und haben keinen öffentlichen Preis.
Basic89 € Core / Pro159 € / 249 € Monatlich statt jährlich20–30 % teurer
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Gastronovi
All-in-One aus Kasse, Reservierung, Warenwirtschaft. Modular aufgebaut — was du nicht buchst, zahlst du nicht, was du buchst, summiert sich.
Kasse59 € + Cloud-TSE14 € Voll ausgebautüber 150 €
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Tillhub
iPad und Android. Das Einstiegspaket klingt günstig, aber für Gastro brauchst du das Add-on — und die TSE kommt separat obendrauf.
Basisabo34,90 € + Gastro-Add-on22,90 € + TSE14,90 € = ab 72,70 €
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SumUp POS
Günstigster Einstieg für Imbiss, Food Truck und Marktstand. Ohne Tischverwaltung — was für viele genau richtig und für manche das Ausschlusskriterium ist.
Monatlich0 – 45 € je Tarif Laufzeitmonatlich kündbar ZusätzlichTransaktionsgebühr pro Zahlung
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Die Preise stammen aus den Angaben der Anbieter und aus Fachportalen, Recherchestand 16.08.2026. Rabatte, Laufzeitbindungen und Hardware-Kosten ändern die Rechnung erheblich: hol dir vor der Unterschrift ein schriftliches Angebot mit allen Positionen.
Der Denkfehler beim Kassenkauf

Nicht der Grundpreis entscheidet, sondern die dritte Rechnungszeile.

Jeder Anbieter wirbt mit dem Einstiegstarif. Bezahlt wird am Ende Grundpreis plus TSE plus Gastro-Modul plus Hardware plus Onboarding. Bei orderbird trennen MINI und PRO rund 78 € im Monat, bei Tillhub verdoppelt das Gastro-Add-on das Basisabo. Lass dir alles auf ein Blatt schreiben, bevor du unterschreibst.

Zur Detailtabelle →

Alle Kriterien im Detail

Kriterium Orderbird Lightspeed Gastronovi Tillhub SumUp POS
Preis pro Monat MINI ab 21,65 € · PRO ab 99,90 € 89 € / 159 € / 249 € ab 73 € (Kasse + TSE) ab 72,70 € (mit Gastro + TSE) 0 – 45 € + Tx.-Gebühr
Vertragslaufzeit 12 Monate (PRO) 12 Monate 12 Monate 12 Monate monatlich kündbar
TSE / KassenSichV MINI inklusive · PRO 139 €/Jahr extra im Tarif enthalten 14 €/Monat Cloud-TSE 14,90 €/Monat extra je nach Tarif
Stärke Nativ für Gastro: Tischplan, Splitbill, Modifier; deutscher Support auch im Abendservice Multi-Location, tiefes Reporting (Wareneinsatz, F&B-KPIs), starke API All-in-One: Reservierung, Warenwirtschaft und Online-Bestellung inklusive iPad & Android, RKSV-konform (AT), klare Kassenabschluss-Workflows 0 € Grundgebühr, monatlich kündbar, in Minuten einsatzbereit
Schwäche Nur iPad; Multi-Location erst ab höherem Paket Längeres Onboarding; Preis steigt mit Zusatzmodulen Teuerster Einstieg; für kleine Betriebe schnell zu komplex TSE nur optional; kein natives Reservierungsmodul Tx.-Gebühren bei hohem Umsatz; keine native Tischverwaltung
Geeignet für Betriebe mit Tischservice, schnelles Einlernen neuer Mitarbeiter Ketten, Gruppen und Betriebe mit mehreren Standorten Mittlere Betriebe mit aktiver Stammgäste-Pflege Gastropubs, Cafés und Bistros Imbisse, Food Trucks, Marktstände, saisonale Betriebe
Orderbird

Orderbird wurde von Grund auf für die Gastronomie entwickelt — und das zeigt sich im Tagesgeschäft: intuitive Tischverwaltung, direktes Wareneinsatz-Tracking und ein Bondrucksystem, das auch bei einer vollen Brigade in der Rushhour zuverlässig läuft. Die iPad-App ist so ausgelegt, dass sie kein langes Onboarding erfordert — neues Personal ist innerhalb einer Schicht eingelernt.

Vorteile

  • Speziell für Gastronomie entwickelt — Tischplan, Splitbill, Modifier alles nativ
  • TSE bei MINI integriert — bei PRO kostet sie 139 € im Jahr zusätzlich
  • Exzellenter deutscher Support — erreichbar auch während des Abendservices

Nachteile

  • Ausschließlich iPad — kein Android-Support
  • Multi-Location-Funktionen erst ab höherem Paket
ab 59 € / Monatzzgl. MwSt. · 12 Monate Laufzeit
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Lightspeed

Lightspeed — ehemals Gastrofix — ist die Enterprise-Lösung für Betriebe mit mehreren Standorten oder komplexen F&B-Strukturen. Die Reporting-Tiefe ist im Marktvergleich unübertroffen: RevPAR-Tracking, automatisierter Wareneinsatz-Abgleich, detaillierte Auslastungsberichte nach Schicht. Für Einzelgastronomen ist der Funktionsumfang oft mehr als nötig.

Vorteile

  • Multi-Location-Management nativ — ideal für Ketten und Gruppen
  • Tiefes Reporting & Analytics — Wareneinsatz, Auslastung, F&B-KPIs
  • Starke API — Anbindung an ERP, PMS und Lieferando möglich

Nachteile

  • Höhere Einstiegshürde — Onboarding dauert länger als bei Wettbewerbern
  • Preis steigt schnell bei zusätzlichen Modulen
ab 69 € / Monatzzgl. MwSt. · 12 Monate Laufzeit
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Gastronovi

Gastronovi ist das stärkste All-in-One-System im Vergleich: eigenes Reservierungssystem, Online-Bestellung, Kassensystem und Warenwirtschaft unter einem Dach. Wer mehrere Systeme konsolidieren und den Administrationsaufwand im Tagesgeschäft senken will, findet hier die beste Gesamtlösung — gerade für Betriebe mit aktiver Stammgäste-Pflege.

Vorteile

  • Eigenes Reservierungssystem inklusive — kein separates Tool nötig
  • Warenwirtschaft & Wareneinsatz direkt integriert
  • Online-Bestellung & Lieferung out-of-the-box

Nachteile

  • Teuerster Einstieg im Vergleich — lohnt erst ab mittlerer Betriebsgröße
  • Komplexität kann für kleine Betriebe überwältigend sein
ab 89 € / Monatzzgl. MwSt. · 12 Monate Laufzeit
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Tillhub

Tillhub punktet als einziger Anbieter im Vergleich mit echter iPad- und Android-Kompatibilität — ideal für Betriebe, die bereits Android-Hardware im Einsatz haben oder flexibel bleiben wollen. Der Deutschland-Fokus zeigt sich in einer durchgängig deutschen Oberfläche ohne Übersetzungslücken. Solide Wahl für Gastropubs, Cafés und Bistros.

Vorteile

  • iPad & Android — volle Hardware-Flexibilität
  • RKSV-konform für Österreich — starke Deutschland-Abdeckung
  • Übersichtliche Schichtberichte und Kassenabschluss-Workflows

Nachteile

  • TSE nur optional — muss separat konfiguriert werden
  • Reservierungsmodul fehlt nativ
ab 79 € / Monatzzgl. MwSt. · 12 Monate Laufzeit
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SumUp POS

SumUp POS ist der günstigste Einstieg im Vergleich und ideal für Imbisse, Food Trucks, Marktstände oder kleine Cafés, die keine komplexe Tischverwaltung brauchen. Das transaktionsbasierte Modell ohne Fixkosten passt gut zu saisonalen Betrieben mit schwankender Auslastung. Für strukturierten Mise-en-place-Betrieb oder eine Brigade mit mehreren Servicestationen stoßt ihr schnell an Grenzen.

Vorteile

  • Kein Fixpreis nötig — Einstieg ab 0 € Grundgebühr
  • Monatlich kündbar — maximale Flexibilität
  • Sehr einfache Bedienung — innerhalb von Minuten einsatzbereit

Nachteile

  • Transaktionsgebühren können bei hohem Umsatz teurer werden als Fixmodelle
  • Begrenzte Gastro-Features — keine native Tischverwaltung
ab 0 € + Tx.-Gebührmonatlich kündbar · TSE optional
SumUp ansehen →

So testen wir

Alle fünf Systeme wurden im Tagesgeschäft angesehen — von der Mise en place bis zum Abendservice. Keine Demo-Sessions, keine Showroom-Mitarbeiter: Was zählt, ist nicht der Werbeslogan, sondern was am Sonntag um 13 Uhr funktioniert.

Bewertungen und Empfehlungen basieren auf eigener Recherche und Praxiserfahrung. Testurteile entstehen unabhängig davon, ob ein Anbieter Provisionen zahlt — bezahlte Platzierungen gibt es bei uns nicht.

5Systeme im Vergleich
30 J.Branchenerfahrung hinter den Bewertungen
0 €bezahlte Rankings — Einfluss der Anbieter
12 Mo.typische Vertragslaufzeit im Vergleich

FAQ — was Anbieter dir nicht erklären

Die Kosten variieren stark je nach Anbieter und Funktionsumfang. Einfache Systeme wie SumUp POS starten ohne Fixkosten und berechnen nur eine Transaktionsgebühr (ca. 1,69 % pro Zahlung). Vollwertige Gastro-Kassensysteme wie Orderbird, Lightspeed oder Gastronovi kosten zwischen 59 und 89 € pro Monat und Kasse — zuzüglich eventueller Hardware-Kosten (iPad, Drucker, Kassenschublade). Dazu kommt bei einigen Anbietern die TSE-Hardware, die einmalig zwischen 100 und 250 € kostet. Für einen mittelgroßen Gastrobetrieb mit zwei Kassen und TSE ist ein Jahresbudget von 1.500 bis 2.500 € realistisch.
In Deutschland gilt seit 2020 die Kassensicherungsverordnung (KassenSichV): Alle elektronischen Kassensysteme müssen mit einer zertifizierten technischen Sicherheitseinrichtung (TSE) ausgestattet sein. Die TSE protokolliert jeden Kassenvorgang manipulationssicher. Die Finanzämter können per DSFinV-K-Export auf alle Daten zugreifen. In Österreich gilt die Registrierkassenpflicht mit RKSV (Registrierkassensicherheitsverordnung) — ähnliches Prinzip, eigene Zertifizierungsanforderungen. Alle führenden Anbieter in diesem Vergleich sind konform. Wichtig: Überprüft beim Kauf explizit, ob die TSE im Tarif enthalten ist oder extra kostet.
Ja — die meisten modernen Gastro-Kassensysteme bieten eine direkte Lieferando-Schnittstelle oder unterstützen Drittanbieter-Integrationen. Lightspeed und Gastronovi haben die stärksten nativen Delivery-Integrationen. Bei Orderbird ist die Lieferando-Anbindung über Drittanbieter wie Deliverect oder Ordermark möglich. SumUp POS hat hier die wenigsten Optionen. Fragt beim Anbieter explizit nach der aktuellen Integration — Lieferando ändert regelmäßig seine API-Anforderungen, was manche Verbindungen zeitweise unterbricht.
Cloud-Kassen (alle Anbieter in diesem Vergleich) speichern Daten in Echtzeit auf externen Servern. Das ermöglicht Echtzeit-Reporting, Fernzugriff und automatische Backups — aber ihr seid auf eine funktionierende Internetverbindung angewiesen. Gute Cloud-Systeme haben einen Offline-Modus, der lokal weiterläuft und beim nächsten Verbindungsaufbau synchronisiert. Reine Offline-Kassen (klassische Registrierkassen) funktionieren ohne Internet, bieten aber kein zentrales Reporting, keine Fernwartung und kein automatisches Backup. Für den modernen Gastrobetrieb empfehlen wir Cloud-Systeme mit solidem Offline-Fallback — fragt Anbieter explizit nach der Offline-Fähigkeit.
Die meisten Gastro-Kassensysteme bieten 12-Monats-Verträge als Standard an — mit Rabatt gegenüber monatlicher Abrechnung. Lightspeed und Gastronovi bieten auch 24-Monats-Verträge mit weiteren Preisvorteilen. SumUp POS ist der einzige Anbieter im Vergleich, der echte monatliche Kündbarkeit ohne Fixlaufzeit ermöglicht. Achtet auf die Kündigungsfristen: Oft muss 3 Monate vor Vertragsende gekündigt werden, sonst verlängert sich der Vertrag automatisch. Beim Wechsel des Systems solltet ihr auch die Datenportabilität prüfen — DSFinV-K-Exporte müssen für 10 Jahre aufbewahrt werden.
Vor der Unterschrift

Lass dir eine Demo im eigenen Betrieb geben, nicht im Showroom.

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