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Eröffnungs-Checkliste

Lieferando-Provision verhandeln — was wirklich geht.

Plattform-Kämpfer-Insider — und wann die Eigenlösung der schlauere Weg ist.

13 oder 30 Prozent. Die Provisions-Spanne bei Lieferando ist riesig, abhängig vom Vertrag und davon, ob du eigene Fahrer einsetzt oder Lieferando Logistics. Die Frage ist: Was ist verhandelbar — und ab wann lohnt sich der Ausstieg?

Die zwei Haupt-Modelle

Self-Delivery (eigene Fahrer): 13 % Provision. Du übernimmst die Lieferlogistik, Lieferando bringt dir Bestellungen.

Lieferando Logistics (deren Fahrer): bis zu 30 %. Lieferando kümmert sich um alles — Lieferlogistik, Fahrer, Versicherung. Komfort gegen Provision.

Wer kann, fährt selbst — das spart 17 Prozentpunkte. Bei 100 € Tagesumsatz auf der Plattform sind das 17 €/Tag, also 510 €/Monat. In einem Jahr: 6.000 €.

Was im Vertrag verhandelbar ist

Klare Antwort: Marketing-Pakete. Provision selbst bewegt sich kaum — aber Sichtbarkeits-Pakete (Listing-Position, Sponsored Slots) sind verhandelbar, besonders wenn du Volumen-Argumente hast. Konkurrenzangebote (Uber Eats, Wolt) helfen.

Provision verhandeln ist hart. Marketing-Pakete sind oft 30 % billiger zu haben — wenn du die Konkurrenzkarte spielst.

Wann die Eigenlösung sich rechnet

Faustregel: Ab 200–300 Lieferbestellungen pro Monat rechnet sich Flipdish oder ein eigenes Bestellsystem. Darunter überwiegen die Reichweite und Convenience der Plattformen den Margenverlust.

Über 300 Bestellungen/Monat mit Lieferando-Plattformprovision von 25 % — das sind bei 30 € Durchschnittsbestellwert 2.250 €/Monat Provision. Eine Flipdish-Flat-Fee liegt bei deutlich darunter.

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Die Hybrid-Strategie

Beste Praxis: Lieferando bleibt für Neukunden-Akquise, eigene Bestell-App für Stammgäste. Wer einmal über deine App bestellt hat, bekommt Push-Benachrichtigungen, Treuepunkte, persönliche Angebote — und kommt direkt zurück, ohne dass du die Provision zahlst.

Aufwand: Doppelpflege der Speisekarten in zwei Systemen. Aber: 60 % deiner Stammgäste in der eigenen App = 60 % weniger Provision auf den Bestand. Das ist die Mathematik, die niemand auf Lieferando-Verträgen erklärt.


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