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Eröffnungs-Checkliste

Wareneinsatz-Hebel — 5 % sparen ist 2.500 € pro Monat.

Der direkteste Profit-Hebel in der Gastro — und warum die meisten ihn übersehen.

Bei einem Restaurant mit 50.000 € Monatsumsatz und 35 % Wareneinsatz fließen 17.500 € pro Monat in den Einkauf. Reduzierst du den Wareneinsatz um 5 Prozentpunkte auf 30 %, sparst du 2.500 € — jeden Monat. Im Jahr: 30.000 € zusätzliche Marge.

Drei konkrete Schritte, die jeder umsetzen kann — auch ohne Warenwirtschaftssoftware.

1. Wöchentliches Inventar statt monatlich

Die meisten Gastronomen machen Inventur am Monatsende. Das ist zu spät. Wer den Wareneinsatz erst nach 30 Tagen sieht, hat 30 Tage lang im Blindflug eingekauft. Wöchentliche Inventur dauert 90 Minuten und zeigt sofort, wo Schwund auftritt.

Praxis: Sonntagabends nach Schluss, drei Bereiche — Kühlraum, Trockenlager, Getränke. Liste mit Anfangsbestand + Einkauf − Endbestand = Verbrauch. Verbrauch in % vom Wochenumsatz = Wareneinsatz.

2. Die "Top 5"-Regel

80 % des Wareneinsatzes machen meist 20 % der Artikel aus — bei einem Bistro typisch Fleisch, Käse, Frischfisch, Pommes, Wein. Wer diese fünf Artikel täglich auf Verbrauch und Verlust kontrolliert, hat 80 % des Hebels in der Hand.

Fünf Artikel täglich tracken — spart fünfstellig pro Jahr. Mehr nicht.

3. Lieferanten alle 6 Monate verhandeln

Nach sechs Monaten Tagesgeschäft hast du Daten. Du weißt, wie viel du wirklich abnimmst. Damit lassen sich Konditionen neu verhandeln. 3–7 % Preisreduktion sind realistisch, wenn du Mengen-Bewegungen vorlegen kannst.

Hauptlieferanten anrufen, Vergleichsangebote von Wettbewerbern einholen, freundlich aber bestimmt verhandeln. Ein Anruf alle sechs Monate. Vier Anrufe pro Jahr — ungefähr eine Stunde Aufwand, pro Lieferant.

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Was Software allein nicht kann

Software wie MarketMan oder Apicbase ist großartig — aber nutzlos ohne Disziplin. Wer wöchentlich Inventur macht und die Top-5 trackt, kann die Tools voll ausnutzen. Wer's nicht macht, hat eine teure Datenbank ohne Daten.

Faustregel: Erst die Disziplin, dann das Tool. Drei Wochen lang manuell tracken, dann entscheiden, ob Software sich lohnt. Bei 50k+ Monatsumsatz: ja. Drunter: noch warten.


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